Wissen · Sicherheitskommunikation
Wer Sicherheitsdurchsagen spricht, muss kein professioneller Sprecher sein
Nicht der Beruf, sondern Sprechweise, Technikbeherrschung und Belastbarkeit zählen. Fünf Voraussetzungen für Personen, die Sicherheitsdurchsagen sprechen.
Stand: · MOVETOS
Nicht zwingend ein professioneller Sprecher. Entscheidend sind eine verständliche Sprechweise, die sichere Beherrschung der Durchsagetechnik und die Fähigkeit, auch unter Zeitdruck eindeutige Anweisungen zu übermitteln.
Wer in der Praxis spricht
Bei großen Produktionen übernehmen häufig geschulte Sprecher diese Aufgabe. Bei kleineren Veranstaltungen, Volksfesten oder kommunalen Festen sind es dagegen oft Mitarbeiter, die nur selten Durchsagen durchführen. Gerade dort kann die praktische Umsetzung zur Schwachstelle werden.
Fünf Voraussetzungen
Für eine zuverlässige Durchführung sind insbesondere fünf Voraussetzungen wichtig:
- Sprachkompetenz: Ruhig, deutlich und in angemessenem Tempo sprechen, mit verständlicher Betonung und gezielten Pausen.
- Einweisung: Die Bedienung der Beschallungsanlage, die Durchsagebereiche und die vorgesehenen Abläufe kennen.
- Vorbereitung: Freigegebene Durchsagetexte beherrschen und Ortsbezeichnungen sicher aussprechen können.
- Belastbarkeit: Auch bei Zeitdruck oder einer unerwarteten Situation handlungsfähig bleiben.
- Organisation: Erreichbarkeit, Vertretung und die Berechtigung zur Auslösung von Durchsagen müssen geklärt sein.
Entscheidung über den Inhalt und sprachliche Ausführung trennen
Dabei ist zwischen der fachlichen Entscheidung über den Inhalt einer Sicherheitsdurchsage und ihrer sprachlichen Ausführung zu unterscheiden. Ein guter Sprecher muss nicht selbst über eine Räumung entscheiden. Er muss jedoch wissen, wer die Anweisung freigibt und wie sie korrekt übermittelt wird.
Schwächen frühzeitig aufdecken
Eine kurze praktische Übung mit Mikrofon, vorbereiteten Texten und realistischen Abläufen kann Schwächen frühzeitig aufdecken.
Fazit
Für Sicherheitsdurchsagen ist nicht die Berufsbezeichnung entscheidend, sondern die nachgewiesene Fähigkeit, eine freigegebene Botschaft auch unter erschwerten Bedingungen verständlich und zuverlässig zu übermitteln.
Mehr dazu: Besucherkommunikation vor dem Notfall beginnen, Welche Fehler entstehen bei Sicherheitsdurchsagen und welche Folgen haben sie? und Notfallbeschallung bei Veranstaltungen: verständlich und ausfallsicher.
Einordnung: Recherchestand 8. November 2026. Praxisorientierte Einordnung, keine allgemeine Normpflicht. Die genannte Fachquelle ist eine Auswahl zur Vertiefung, sie wurde nicht selbst gegen den Originaltext geprüft und belegt einzelne Aussagen dieses Beitrags nicht. Welche Qualifikation für Sprecher im Einzelfall verlangt wird, richtet sich nach Genehmigung, Sicherheitskonzept und Beschallungsanlage. Allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Keine Funktion, Reaktionszeit oder Zertifizierung von MOVETOS OPS zugesagt.
Quellen
- ISO 22320:2018: Emergency management – Guidelines for incident management. Weiterführende Fachquelle.
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